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Wanderruderfahrt 2017 der Cochemer Rudergesellschaft

Ein Bericht von Rolf Heidorn.

Auf heimischem Gewässer war die Wanderrudermannschaft vom 27. bis 30. Juli 2017 mit zwei Gig-booten unterwegs. In unterschiedlicher Besetzung haben sie schon viele Flüsse befahren. Hierzu gehören Donau,Elbe,Weser,Neckar,Main,Lahn,Maas (Belgien),Seine,Loire,Saar und natürlich die Mosel von Frankreich bis Cochem. Dieses Jahr haben sich drei Frauen und sechs Männer aufgemacht,auf der Mosel von Cochem bis Koblenz zu rudern. Ein Vierer mit Steuermann (Cunna Mellischdeppe),ein Zweier mit Steuermann (Rheinlache) und der Vereinsbus mit Bootsanhänger gehörten zur Ausrüstung. Der Ruderwanderwart hatte die Strecke in sechs Etappen aufgeteilt und hervorragende Plätze zum An- und Ablegen sowie für die Mittagsrast ausfindig gemacht. Alle waren von der Landschaft,den Dörfern und natürlich der Verpflegung begeistert;ja das Gute liegt so nah.

Wandertruppe

Obwohl alle hier schon an Land unterwegs waren,eröffnet die Wasseransicht doch eine bisher nicht gekannte Perspektive. Wir glitten an Weinlagen,Waldregionen,Ortsbildern und alten Burgen vorbei. Das Wetter hat es durchweg gut gemeint. Aber am Ende der ersten Etappe beim Ruderverein Treis-Karden hat uns doch ein kräftiger Regenschauer das Mittagspicknick verderben wollen. Wir flüchteten mit Tischen und Bänken unter ein Vordach,als plötzlich unerwartet drei Mitglieder der Cochemer Rudergesellschaft mit Kaffee und Kuchen erschienen. Die Überraschung war geglückt und wir konnten gut gestärkt das Ende des Regens abwarten. Danach ging es mit dem Ziel Brodenbach auf das Wasser. Zuerst musste die Müdener Schleuse passiert werden. Das Schleusen in der kleinen Bootsschleuse ist immer ein besonderes Erlebnis,weil Ruderboote ca. 12m Länge und 6m Breite benötigen. Die Bootsschleusen sind zwar 18m lang,aber nur 3,50m breit;d.h. die Skulls mussten seitlich an die Boote gelegt werden. Doch wir hatten Glück und konnten mit einer Leerschleusung in der großen Schleuse direkt zu Tal fahren. So blieb Zeit für einen Zwischenstopp an der Fähre in Burgen,wo wir beim Klabautermann mit Blick auf die Burg Bischofstein etwas ausspannen konnten. Ein sonniger Abendhimmel und der Fahrer mit dem Vereinsbus begrüßten uns beim Yachtclub Brodenbach. Hier lagerten wir die Boote und genossen noch einige gute Tropfen Wein,bevor uns der Shuttlebus in das Hotel Lellmann nach Löf brachte. Um 19.00 Uhr trafen wir uns im Steakhaus des Hotels zum vorzüglichen Abendessen und ließen den Tag mit guten Getränken und Gesprächen ausklingen.

Am 28.07. brachte uns der Shuttlebus zurück nach Brodenbach,um die Boote wieder in die Mosel einzusetzen. Nachdem die Rollsitze und Stemmbretter ausgerichtet waren,starteten wir in Richtung Winningen,dem Ziel für den nächsten Ausstieg. Hoch über der Mosel gelegen passierten wir die Doppelburg Thurant,bevor wir die Schleuse Lehmen erreichten. Hier mussten wir uns diesmal in der Bootsschleuse über eine Höhe von 7,65m absenken lassen. Es war eine sonnige,aber wellenreiche Tour. Eine Vielzahl von Motorbooten zeigten sich nicht gerade sehr zurückhaltend mit ihren PS-starken Motoren,so daß manche Welle überschwappte. Es war natürlich der Steuermann oder -frau Schuld,was eine „Runde“ kostete. Von Winningen ruderten wir nach einem opulenten Picknick weiter nach Koblenz,um bei dem Ruderclub Rhenania am Stausee auszusteigen. Nachdem die Boote aufgebockt waren,brachte uns der Shuttlebus zurück nach Löf. Ausgeruht oder im Hallenbad entspannt gingen wir um 19.00 Uhr in das Hotel und Weinhaus Traube. Hier haben wir mal wieder köstlich mit gutem Wein gespeist. Die o.g. Runden,die noch um einige „Krebse“ erweitert wurden,konnten abschließend wieder im Hotel Lellmann eingelöst werden. Nicht zu spät,aber auch nicht zu früh,hat sich die harmonisch zusammengesetzte Wandertruppe zu Bett gelegt.

Nach dem Frühstück bestiegen wir um 9.00 Uhr wieder den Bus,um das Highlight des Samstages zu erkunden:Das Schloss Stolzenfels mit seinem mediteranen Flair bei Koblenz. Eine geführte Schlossbesichtigung und auf eignen Pfaden erlebte Eindrücke begeisterte die Wandergruppe.

Am Mittag fuhren wir zurück zur Rhenania zu unserem köstlichen Picknick. Unter einem überdachten Rastplatz bereiteten wir unser Mittagsmahl zu und ließen es uns bei einem guten Moselwein schmecken. So gestärkt bestiegen wir wieder die Boote und ruderten zurück nach Winningen. Auch auf dieser Strecke machten uns die Motorboote noch einmal zu schaffen. Eine hohe Welle überrollte die Cunna Mellischdeppe von hinten und verwandelte das Schiff in eine Badewanne,wobei der Steuermann pudelnaß wurde. In Winningen angekommen wurde erst einmal „klar Schiff“ gemacht. Anschließend wurden im Hafenrestaurant die berühmten Strafrunden eingelöst. Danach fuhr uns der Shuttle zurück nach Löf,während unsere Boote am Winninger Ufer zurückblieben. Nach dem Abendessen trafen wir uns auf der Hotelterrasse wieder und plauderten bei mancher Flasche Wein über Dies und Das der vergangenen Tage.

Sonntag,der 30. Juli,erstrahlte im Sonnenschein,hielt aber auch kräftigen Wind bereit. An diesem Tag war die letzte Etappe von Winningen nach Brodenbach vorgesehen. Dort sollte uns der Bus mit dem Bootsanhänger abholen. Zuvor hat er uns aber in den Winninger Hafen gebracht. Schnell waren die Boote zu Wasser gelassen,die Böcke in den Bus geladen und die Mannschaften eingestiegen. In die Auslage und los ging die Tour aus dem sicheren Hafen. Danach war nichts mehr so sicher,weil uns äußerst starker Wind entgegenblies und die Boote aus der Richtung drückte. Wir machten trotz kräftigem Schlag und hoher Schlagzahl kaum Fahrt. Wir mussten großen Abstand zum Ufer halten,damit uns die Windböen nicht dagegen schoben. Wir haben geflucht und böse Worte von uns gegeben. Trotzdem haben wir es bis vor die Lehmener Schleuse geschafft. Aber das Manöver,in die Bootsschleuse einzufahren,brachte alle –besonders die Steuerleute- zur Verzweiflung. Kaum hatten die Boote nicht mehr genug Fahrt wurden sie zum Spielball des Windes. Irgendwie haben die Mannschaften und Steuerleute es dann doch geschafft und sich mosel-aufwärts schleusen lassen. Am Bootsanleger in Oberfell lag unvorhergesehen die Cunna Milisch-deppe als die Rheinlache verspätet den Ort gerade passieren wollte. Diese machte dann dort ebenfalls fest und wir tauschten die Erfahrungen über den starken Wind aus. Wir beschlossen die Rudertour in Oberfell abzubrechen,da der Wind trotz Sonne immer noch zunahm. Wir mußten also auf den schönen Rastplatz in Brodenbach verzichten und bestellten den Bus nach Oberfell zum Segelclub.

Hier wurden die Boote aufgeladen und das Picknick an das Bootshaus nach Cochem verlegt. Dort angekommen haben die Männer die Boote gereinigt und die Ausrüstung in die Bootshalle getragen. In dieser Zeit bereiteten die Frauen das abschließende Picknick vor. Am Moselufer versammelten sich alle Wanderruderer vor der Kulisse der Reichsburg noch einmal an einem vortrefflich und reichlich gedeckten Tisch. Die Bootsmannschaften bestanden aus Vera und Ulli Marx,Regina und Berthold Schmitz,Karin und Helmut Scheuer,Rolf Heidorn,Oliver Boos und Frank Marxen. Letzten Beiden sprachen wir unseren herzlichen Dank und großes Lob für diese hervorragend organisierte Wanderruderfahrt 2017 aus.

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