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Kegelclub „Probstheida“ aus Cochem feiert 90jähriges Bestehen

Im Jahre 1927 wurde als Abteilung der Cochemer Rudergesellschaft 1905 e.V. ein Kegelclub gegründet und infolgedessen im Ruderhaus in Sehl in der langen Bootshalle eine Kegelbahn gebaut. Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten fiel die Bahn leider etwas zu kurz aus und auch eine Aufstellautomatik der Kegel konnte nicht installiert werden,sodass sich einige Sehler Jungen als Kegeljungen ein Taschengeld dazuverdienten.

Da der Kegelclub einen eigenen,möglichst außergewöhnlichen Namen tragen sollte,wurde viel seniert,bis schließlich jemand ein Dorf bei Leipzig mit dem Namen „Probstheida“ nannte. Das hörte sich lustig an und klang auch etwas nach Prost und Juppheida. Damit waren der Name und auch der Zuruf „Probstheida“ anstelle von „gut Holz“ geboren. Mehrere Generationen hat der Kegelclub schon auf der Kegelbahn vereint und über Probstheida wurde geschmunzelt –aber nicht weiter nachgedacht.

Erst 1997 war ein Kegelbruder beruflich in Leipzig,besuchte das Völkerschlachtdenkmal und stieß dabei auf das Ortsschild Probstheida als Stadtteil von Leipzig sowie einem Banner,der die Aufbruchstimmung wiedergab und lautete „Probstheida kommt“. Seit der Völkerschlacht 1813 gegen Napoleon,in der Probstheida dem Erdboden gleichgemacht wurde,war dieses Dorf nicht mehr groß in Erscheinung getreten – außer bei der Rudergesellschaft. Nun hatte sich der Kegel-club anlässlich seines 90-jährigen Bestehens vorgenommen,im September 2017 Probstheida zu besuchen. Dabei haben wir viel über das gut erhaltene alte Angerdorf und den heutigen Stadtteil von Leipzig mit ansprechendem Wohnwert erfahren. Betreut wurde der Kegelclub vom Bürgerverein Probstheida,der uns etwas über die unbekannte Vergangenheit erzählt hat.
Der Kegelausflug wurde abgerundet mit einer Bootsfahrt auf der weißen Elster durch Plagwitz mit seinen zum Wohnen überragend hergerichteten Industriebrachen aus der Gründerzeit,Stadtrundgängen und einem Konzert im Gewandhaus.

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